Montag, 13. Juni 2011

Rezension - "Expedition" von Lutz Schafstädt

 "Verblüffend!" Am Ende oder kurz vor dem Ende gibt es oft eine unerwartete Wendung, die den größten Teil des Lesevergnügens ausmacht.

Lutz Schafstädt entfaltet in seinen Geschichten zumeist einen  Sog, der mich in seinen Bann zieht. Am besten gelingt es ihm dann, wenn er seiner Phanasie nicht die Fesseln der Realität anlegt. Aber auch "Berts große Liebe", die in unserer Zeit spielt, ist so schön ausgedacht, dass mir der arme Kerl richtig leid getan hat.

In zwei der Geschichten, die den Eindruck vermitteln, als habe er beim Schreiben eine "Botschaft" im Sinn gehabt - "Tauwetter" und "Bleibt so, wie ihr seid" -, beschneidet er allerdings um der Aussage willen seine erzählerische Kraft und lässt der Botschaft den Vorrang vor der Geschichte. Die dritte Erzählung mit einem Anliegen dagegen - "Zwischenfall im Advent" - ist ihm ganz vergnüglich geraten.

Drei der Geschichten hatte ich vor langer Zeit in Print-Anthologien gelesen: Sie waren der Anreiz, dieses E-Book zu lesen. Besonders die Fantasy-Geschichte "Dämonenbrut" hat mich errneut begeistert mit Enzelheiten, die ich inzwischen vergessen hatte.

 Eine Expedition in die Vielfalt der Genres, die Lutz Schafstädt schreibt. 

Lutz Schafstädt: Expedition und andere Geschichten Smashwords Edition 2011. 2,99 $

Erhältlich bei Smashwords, Diesel, Sony und anderen E-Book-Shops

Samstag, 9. April 2011

Magische Geschichten - REZENSIONEN

Mehrere LeserInen haben auf den Seiten von smashwords und neobooks  Rezensionen zu den "Magischen Geschichten", meiner Kindergeschichten-Anthologie, geschrieben:

Auf neobooks am 26.3.2011: 
Mal wirklich was für Kinder  
Von Berufs wegen habe ich sehr viel mit Literatur für Kinder zu tun. Diese Seiten hier kann ich nur empfehlen. Erwachsenen für ihre Kinder. Nicht dieser ewige überkandidelte Versuch, originell zu sein, den Kindern zu gefallen bis hinten rein zu kriechen, fortschrittlich zu sein, Kinderversteher sind mir da die schlimmsten, die Kinder oft wie Erwachsene behandelnd usw. usw. Nein, hier nicht. Endlich mal einfach nur einfach. Sprache, Inhalt, Figuren, kein mahnender Zeigefinger (jedenfalls kein langer) alles so taugt zum selber Lesen und vorgelesen bekommen. Dies noch hübsch illsutriert vielleicht, ein Buch für die Ladentheke.



Auf smashwords am 06.3.2011: star star star star star
Zauberhaft sind sie, die Kindergeschichten, fantasiereich mit vielen Einfällen gespickt, wie Kinder sie mögen. Nichts ist in diesen Geschichten unmöglich. Ob Kinder allerdings mit Überschriften wie "Die Folgen der Globalisierung" etwas anfangen können? Der wenig zauberhafte Titel steht ein wenig wie ein belehrender Zeigefinger über der Geschichte. Alles in allem jedoch ein Büchlein, dessen Geschichten, wie es scheint, der Autorin spontan aus dem Kopf geflossen sind. So spontan, dass manchmal das Temperament ein wenig zu wilde Sprünge machte. Hier und da könnte man sich ein paar behutsame Änderungen vorstellen, doch insgesamt ist das Büchlein lesenswert und wird nicht nur Kindern, sondern auch Erwachsenen Freude machen. 


Auf smashwords am 18,2. 2011: star star star star star
Vier Geschichten der feinen und spannenden Art, die wirklich nicht nur Kindern Spaß machen, sondern auch Erwachsene zum Schmunzeln bringen. Meine Tochter verschlang "Die Zauberin", "Kork" und "Der Bach" in einem Rutsch. Am besten fand sie "Kork", da sie länger ist und sie dadurch mehr mitleben ließ.
Die letzte Geschichte "Die Folgen der Globalisierung" ist eher etwas für Erwachsene - ebenso lesenswert!
Fazit: Kinder im Zauberfieber kommen voll auf ihre Kosten, Erwachsene auch, da jede Geschichte tiefgründig mit viel Lebenserfahrung geschrieben ist. Ideal als aufbauende Lektüre zwischendurch!

DRM-frei.
Sowohl auf smashwords (dort in allen gängigen e-book-Formaten) wie auf neobooks gibt es kostenlose Leseproben.
Das Buch ist außerdem zu beziehen bei:
amazon Kindle Shop
Barnes&Nobles Nook-book
diesel
Apple
Sony
beam e-books

Mittwoch, 6. April 2011

Familiengeschichten

 ... wie vor ein paar Wochen schon versprochen:


Seit längerer Zeit haben auch Kommissare ein Privatleben. In Eva Markerts Krimi wird es zu einem höchst reizvollen und ungewöhlichen Subplot. Fein geschrieben.
Der Fall selber: Ein Mord (und in der Folge weitere) mit mehreren verwickelten Familiengeheimnissen dahinter. Eva Markert versteht es, sie alle so geschickt miteinander zu verheddern, dass ihre Kommissare ein echtes Problem haben.
In der Mitte des Buchs gibt es ein Stück, wo der Fortgang des Geschehens ein wenig an Tempo verliert. Da täte ich mir ein höheres pacing wünschen.
Es war trotzdem jederzeit so fesselnd, dass ich nie versucht war, zu tun, was ich sonst fast immer bei Whodunits mache: am Ende nachgucken, wer der Mörder ist.
Ein großes Lesevergnügen.
Eine ausführliche Rezension habe ich auf suite101 veröffentlicht.

Set Kurzem gibt es die Familiengeschichten nicht mehr auf Amazon und Smashwords, sndern leider nur über den Verlag Roegelsnap.

Sonntag, 6. März 2011

Eva Markert zu Besuch

Ich freue mich, die AutorInnen-Vorstellungen auf diesem  E-book-Blog mit Eva Markert als Gast zu eröffnen. Ich kenne sie seit vielen Jahren, obwohl wir uns im wirklichen Leben noch nie begegnet sind: Wir wohnen einfach zu weit voneinander entfernt.
Eva lebt in der Nähe von Düsseldorf; sie ist Studienrätin und lektoriert für einen Klein-Verlag.
Und sie ist oft für eine Überraschung gut, was sich im Laufe des Interviews zeigt


Eva Markert
Eva, es scheint die dümmste Frage, die man einer Autorin stellen kann. Ich finde sie aber gar nicht dumm, denn die Antwort gibt Einblick in den kreativen Prozess - und der interessiert mich immer brennend. Also: Was inspiriert dich zu deinen Geschichten, Eva?

- Das kann ich gar nicht beantworten. Ich weiß nicht, woher meine Ideen kommen. Manchmal setze ich mich hin und überlege: Was könntest du jetzt mal schreiben? Ab und zu trifft mich auch eine Idee wie ein Blitz und verschwindet wieder aus meinem Kopf, wenn ich sie nicht sofort notiere. Auf der Suche nach Themen orientiere ich mich grundsätzlich an der Frage: Was würdest du selbst gern lesen?

Du veröffentlichst schon seit Jahren Print. Welche Vorteile siehst du darin, e-books zu publizieren - für dich und für die LeserInnen?
Eva: Die unmittelbare und weltweite Verfügbarkeit sowie die breite Palette des Angebots ist sicherlich ein großer Vorteil für die LeserInnen. Für mich als Autorin eröffnet sich schlichtweg die Chance, meine Texte ohne eigene Kosten zu veröffentlichen. Sie können nicht mehr durch irgendwelche vorgefertigten Raster von Agenten oder Verlagen fallen, sondern die Leser suchen sich selbst aus, was sie lesen möchten – und so sollte es ja eigentlich auch sein.

Der deutsche e-book-Markt ist noch immer winzig. Da du nun nicht nur Lehrerin bist, sondern auch Übersetzerin für Englisch: Planst du, deine Bücher auf Englisch herauszugeben? Oder bist du so ausgefüllt mit dem Schreiben immer neuer Geschichten, dass du dafür gar keine Zeit hast?
Eva:  Ich traue es mir zu, englische Bücher ins Deutsche zu übersetzen, aber nicht umgekehrt. Literatur sollte meiner Meinung nach grundsätzlich von einem Muttersprachler in seine eigene Sprache übertragen werden. Selbst wenn ein übersetzter Text keine grammatikalischen Fehler enthält, merkt man doch an vielen Kleinigkeiten, dass er nicht von einem native speaker geschrieben wurde. Auch ob sprachliche Bilder funktionieren, kann nur ein Muttersprachler beurteilen.

Du schreibst sowohl für Kinder und Jugendliche wie für Erwachsene. Für wen schreibst du lieber?  Welches ist die größere Herausforderung?
- Alles, was ich bisher geschrieben habe, hat mir Spaß gemacht. Ich mag Abwechslung! Am leichtesten fällt es mir, für Kinder zu schreiben. Mit dem Kriminalroman „Familiengeschichten“ dagegen hatte ich Schwierigkeiten. Obwohl ich seit Jahrzehnten Krimis lese und im Fernsehen anschaue, wurde mir plötzlich bewusst, dass ich so gut wie nichts über Polizeiarbeit weiß. Ich habe viel recherchiert, zusätzlich auch über rechtliche und medizinische Fragen, mich über die Jagd informiert usw. Außerdem musste ich einen minutiösen Verlaufsplan erstellen, damit ich nicht den Überblick über die verschiedenen Handlungsstränge verlor. Diese Recherchen und Vorarbeiten haben fast genauso lange gedauert wie das Schreiben der ersten Fassung dieses Romans.

Gibt es ein Thema, das sich in allen - oder den meisten - deiner Bücher spiegelt? Eine Frage, die du immer wieder aufgreifst?
- Ich denke nicht. Alle meine Bücher sind grundverschieden.

Welches der Bücher, die du bisher geschrieben hast, ist dein liebstes? Und warum?
Eva:  Es ist immer das Buch, an dem ich gerade schreibe. Aber ich habe zwei Lieblings-Protagonisten: Jochem Brandtner und Thorsten Johanning, die beiden Kommissare in dem Krimi. Ich mag sie so gern, dass ich es schade finde, ihnen niemals begegnen zu können.

Was planst du in nächster Zeit zu schreiben?
Eva: Im Augenblick schreibe ich unter Pseudonym Kurzromane – nur so zum Spaß zwischendurch. Und die Rohfassung eines zweiten Brandtner-Johanning-Krimis wartet auf Überarbeitung.

Wo findet man dich im Netz?
Eva: Bei amazon.com gibt es eine „Eva Markert Page“. Außerdem bin ich bei Yasni, Twitter und Facebook vertreten.

Nachtrag: Über die Plattform von smashwords gelangen jetzt ihre ersten Bücher auch an die E-book-stores von Apple, Kobo, Sony und anderen.

Und nun, Annemarie, drehe ich den Spieß um! Ich möchte nämlich auch einiges über dich erfahren und stelle dir deshalb ähnliche Fragen:

Was inspiriert dich?
Annemarie: Zumeist historische Ereignisse und Personen. Ich lese Geschichtsbücher wie - vermutlich - andere Leute Romane. Oder stolpere irgendwo über ein Ereignis, bei dem ich mich dann frage, wie die Leute damit umgegangen sein mögen. Entsprechend entwickelt sich die Geschichte dann über die Charaktere.

Was ist deine Meinung über E-Books?
Annemarie: Sie sind  ein technischer Fortschritt, dessen Bedeutung in gewisser Weise an die Erfindung des Buchdrucks heranreicht.
Die Multiplizierung des Lesestoffs brachte seinerzeit den Menschen die Freiheit von der Bevormundung durch die zuvor geringe Zahl der Bücher-Besitzer (und Lesekundigen). Mit den bekannten Folgen Reformation, Aufklärung und Französische Revolution.
Mit dem E-Book ist die Verbreitung von Lesestoff nicht mehr an den Besitz von Produktionsmitteln gebunden. Damit verlieren die Verlage und Agenten ihre Macht als "gatekeeper" - Schwellenhüter. Was nicht bedeutet, dass sie ganz nutzlos werden müssten. Aber sie entscheiden nicht mehr, welchen Büchern die Chance gewährt wird, gelesen zu werden.

Schreibst du lieber für Kinder oder Erwachsene?
Annemarie:  Eigentlich schreibe ich für Erwachsene. Erzählungen für Kinder wie die "Magischen Geschichten" entstehen eher ungeplant..

Hast du ein Lieblingsthema? (Das hätte ich eigentlich nicht zu fragen brauchen. Ich weiß, du hast zwei Lieblingsthemen: Geschichte und Fantasy. Stimmt‘s?)
Annemarie: Das würde ich nicht Thema nennen. Es sind die beiden Genres, die mir am nächsten sind, weil ich neben manchem Anderen auch Geschichte studiert habe. Auch für Fantasy brauche ich historische Kenntnisse.
Es gibt aber durrchaus ein Thema, das sich in meinen Büchern häufig findet: Die Konflikte meiner Heldinnen und Helden drehen sich im Kern immer wieder um die Frage, wie weit man gehen darf, um ...   einen Schwur zu erfüllen ("Alexandre"), ...  einen Krieg zu gewinnen ("Vershhworen"), ... die Familie zu schützen ("Königliche Repulik") ...

Welches von den Büchern, die du bisher geschrieben hast, ist dein Lieblingsbuch?
Annemarie: Der Neapel-Roman: 1647/48, nach der Revolte des Masaniello, hatten die Neapolitaner versucht, eine "Königliche Republik" unabhängig von der Spanischen Krone zu errichten und dafür den französischen Herzog de Guise als neuen Dogen berufen. Ich erzähle die Geschichte einer Patriziertochter, die sich von ihrem Bruder in ein Komplott gegen die junge Republik verwickeln lässt. Als ihm der Prozess gemacht wird, rettet sie ihn mit einem Meineid. Aber dann bedroht er nicht nur den neuen Dogen, sondern auch einen seiner Offiiere, in den das Mädchen sich verliebt hat.

Was sind deine Schreibpläne?
Annemarie: Der wichtigste Teil meiner Pläne besteht darin, bis Ende des Jahres wenigstens zwei Romane veröffentlichungsreif zu kriegen.

Im Moment schreibe ich an einem historischen Roman, der 1642/43 in Frankreich spielt. Womit wir wieder bei dem Punkt sind, wo die Ideen herkommen: Der Roman ist sozusagen ein Prequel zu der neapolitanischen Geschichte. Ich hatte meinem Helden irgendeinen Namen gegeben, der mir gerade einfiel. Montmorency. Dann fand ich heraus, dass ein Montmorency Gouverneur des Languedoc war und 1632 nach einer gescheiterten Rebellion geköpft wurde. Daraus wurde der Ausgangspunkt für diese Geschichte.
Als nächstes steht dann "scriptfrenzy" in meinem Terminkalender
Mit zwei anderen Autorinnen von "Schreibwerk" arbeite ich wieder an einem Gemeinschaftsroman - ein Krimi dieses Mal. Außerdem baue ich derzeit die Welt für einen Fantasy-Vierteiler zusammen, für den ich schon einige hundert Seiten Text habe.

Wo findet man dich überall im Netz? 
Annemarie: Ich habe eine Homepage, eine Facebook-Seite und twittere gelegentlich.
Man findet mich im deutschen Wikipedia und mit meinen Büchern bei smashwords.   
Außerdem bin ich bei den "Schreibwerk"-AutorInnen und und in der internationalen Autorinnen-Gemeinschaft GIAM, die beide eigene Webseiten haben.

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Eva Markert freut sich über Kommentare und weitere Fragen.

Mittwoch, 2. März 2011

Bücher von Eva Markert

Eine der produktivsten deutschen Autorinnen, die ich persönlich kenne, ist Eva Markert. Seit rund zwei Jahren veröffentlicht sie Anthologien und Romane im kindle-store von amazon.

Kürzlich hat sie einen Schritt über amazon hinaus getan und begonnen, auch auf smashwords zu veröffentlichen. smashwords publiziert die e-books in allen gängigen Formaten; mit kostenlosen Leseproben und DRM-frei.
Eva schreibt wohl überwiegend für Kinder und Jugendliche. Als Lehrerin hat sie eine besondere Nähe zu dieser Zielgruppe.
Sie schreibt aber auch für Erwachsene. Kriminalromane zum Beispiel Wie die "Familiengeschichten", die ich gerade angefangen habe zu lesen.
Ich werde demnäcsht berichten, wie sie mir gefallen haben.

Montag, 28. Februar 2011

Noch ganz frisch!

Dieser Blog wurde am 28. Februar 2011 erstellt.
Darum ist er jetzt noch leer.
Indie-AutorInnen, die hier ihre Romane oder Anthologien präsentiert sehen wollen, mögen mich kontaktieren.
Am liebsten sehe ich eine Nachricht über eine meiner Seiten. Oder an doroschreib(at)yahoo(dot)de